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CO2-Emissionen – warum sie reduziert werden müssen und was wir beitragen können

28.10.22
Nachhaltig
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Um zu verstehen, wie wichtig die Umstellung auf eine klimafreundlichere und langfristig sogar klimaneutrale Gesellschaft ist, muss zunächst die Auswirkung von erhöhten CO2-Ausstössen erklärt werden:

Warum der Treibhauseffekt, nicht nur schlecht ist

Unsere Erdatmosphäre besteht aus einem bunten Gemisch verschiedener Stoffe, darunter auch die Treibhausgase, zu denen unter anderem CO2 gehört. Treffen die von der Sonne abgegebenen Lichtstrahlen auf die Erdoberfläche wird ein Teil davon reflektiert und zurück ins All geleitet. Der Rest wird, umgewandelt in Wärmestrahlen, von der Erdatmosphäre aufgenommen und durch die Treibhausgase gespeichert. Ähnlich wie sich Wärme unter einer Glaskuppel staut. Dieser als «Treibhauseffekt» beschriebene Vorgang ist per se nichts Schlechtes, im Gegenteil: Dank der dadurch gespeicherten Wärme herrschen auf der Erde Durchschnittstemperaturen von 15° Grad, wo hingegen ohne ihn gerade einmal -18° Grad zu befürchten wären. Soweit also alles in Ordnung. Und auch CO2 oder Kohlendioxid ist an sich nichts Gefährliches und sogar Teil eines natürlichen Prozesses:

Frühling, Herbst und CO2

Im Frühling nehmen Bäume und Pflanzen CO2 auf und nutzen das Treibhausgas, um zu blühen und zu gedeihen. Im Herbst werden die Blätter dann wieder abgestossen, verrotten und geben das CO2 so wieder an die Erdatmosphäre ab. So weit so gut. Der Vorgang im Frühling kann aber nur eine begrenzte Menge an CO2 verarbeiten, nämlich in etwas so viel wie natürlich in der Luft vorkommen würde. Durch die Industrialisierung wird aber immer mehr CO2 an die Erdatmosphäre abgegeben und es bleibt ein deutlicher Überschuss. Und damit ist so ziemlich alles gemeint, was wir tun: vom E-Mail-Versand über Flugreisen bis hin zum Wasserkochen, produzieren wir laufend CO2. Der dadurch entstehende Überschuss führt dazu, dass mehr Wärme gespeichert wird und letztendlich zur globalen Erwärmung. Denn CO2 braucht von allen Treibhausgasen am längsten, um abgebaut zu werden, nämlich rund 100 Jahre.

Auswirkungen, die wir heute schon spüren

Mittlerweilen ist bekannt, welche Auswirkungen die Erderwärmung haben kann und bereits hat. Neben intensiveren Naturkatastrophen wie Monsunregen, Wirbelstürmen oder Dürre auch chronische Atemwegserkrankungen für uns Menschen. Zudem löst die Erwärmung weitere Dominoeffekte aus: Polarkappen schmelze und geben das darin gespeicherte CO2 an die Atmosphäre ab, während das Schmelzwasser den Meeresspiegel steigen lässt- um nur ein Beispiel zu nennen. Es gilt also ein dringender Handlungsbedarf. Weil sich die ganze Welt der realen Gefahr nur allzu bewusst ist, wurden mit dem sogenannten Pariser Klimaabkommen Staaten zur Reduktion der Treibhausgasemissionen verpflichtet. Unter den 55 Staaten, die sich dem Klimaabkommen verschrieben haben, ist auch die Schweiz. Dabei ist nicht nur der Staat selbst gefordert, sondern alle dazugehörenden Parteien: Einer der zahlreichen Eckpunkte des Übereinkommens schliesst unter anderem auch die Rolle der Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft mit ein. So werden alle dazu aufgerufen ihre Anstrengungen zur Klimaförderung zu verstärken und Massnahmen zur Emissionsminderung zu unterstützen.

Verbesserungen der Zukunft

Die Schweiz selbst hat sich zum Ziel gesetzt bis 2050 unter dem Strich keine Treibhausgasemissionen mehr ausstossen. Das bedeutet natürlich nicht, dass sie komplett aufhört CO2-Emissionen zu verursachen, jedoch sollen diese reduziert und kompensiert werden, damit schlussendlich wieder nur so viele zurückbleiben, wie auch von der Natur umgewandelt werden können. Dafür setzt unser Land verschiedene Massnahmen um, im Bereich Mobilität unter anderem den Ausbau der Ladeinfrastruktur für die Elektroautos, genauso wie sie sich das Ziel setzte, dass immer effizientere Fahrzeuge auf den Markt kommen. Zudem werden Firmen immer mehr dazu angehalten, eine klimafreundliche oder sogar klimaneutrale Strategie zu fahren. Aber was kann man nun als Privatperson beitragen?

Eine Mission, die alle betrifft

Auch als Privatperson kann man einen Beitrag zur Klimafreundlichkeit leisten. Dabei helfen auch schon kleine Gesten wie stromsparende LED-Leuchten, Wasserkochen mit Deckel oder sich weniger  Videos anzusehen. Letzteres sorgt im digitalen Bereich nämlich mit für die meisten CO2-Emissionen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Mobilität: In der Schweiz verursacht der Verkehr rund einen Drittel der Emissionen (siehe Grafik links). Umsteigen lohnt sich also auch für die Umwelt: sei es aufs Velo, die öffentlichen Verkehrsmittel oder ein E-Auto. Auch Sharingkonzepte wie beispielsweise ein E-Auto für die ganze WG, können sinnvoll sein.

Wie viel Emissionen ein E-Auto tatsächlich einspart ist dabei natürlich abhängig von deinem jetzigen Fahrzeug sowie von Deinem Fahrverhalten. Einen direkten Vergleich kannst Du online mit dem UPTO E-Mobilitätsrechner ziehen, der dir direkt Kosten- und Emissionseinsparungen aufzeigt. Wie auch immer Du Deinen Beitrag leistest, um unsere Welt zu retten, hier steht definitiv fest: auch ein:e einzelne:r kann einen grossen Unterschied machen